Die Diskussionen der letzten Tage rund um den Auftritt von Daniel Günther bei Markus Lanz haben zu vielem angeregt – doch dieses Beispiel, welches von Vertretern von Nius auf X verbreitet wurde, ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten.
Hierfür hat man sich zunächst eines echten Fotos von Daniel Günther bedient, welches im Rahmen des Holocaust-Gedenktages 2023 entstanden ist und von uns als CDU-Landtagsfraktion zum Gedenken genutzt wurde.
Anschließend hat man die Botschaft des Bildes so bearbeitet, um es für seine Schmutzkampagne und Falschbehauptungen zu verwenden.
Für uns ist klar: So etwas ist grundsätzlich verwerflich. Wer das Erinnern an das millionenfache Leid von Jüdinnen und Juden während der Nazi-Herrschaft für mediale Hetzkampagnen missbraucht, offenbart, wo er steht.
Für uns steht fest: Daniel Günther sagt JA zu einem Social Media-Verbot für unter 16-Jährige und JA zur Meinungs- und Pressefreiheit.
Beides schließt sich nicht aus. Wir können stolz darauf sein, in einem Land zu leben, in dem Presse- und Meinungsfreiheit garantiert sind. Diese Freiheit zu bewahren und gegen Bedrohungen zu verteidigen, ist Aufgabe aller Demokratinnen und Demokraten. Politik, Gesellschaft und Medien tragen dabei gemeinsam Verantwortung.
Unabhängiger Journalismus braucht klare Qualitätsstandards. Aktivismus ist kein Journalismus, Stimmungsmache keine Berichterstattung. Gerade Kinder und Jugendliche sind in sozialen Medien oft ungeschützt mit manipulativen oder verängstigenden Inhalten konfrontiert.
-> Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin.

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