Die Zukunft der Netzentgelte – und eine bezahlbare Energiewende

28.09.2026
Gestern Abend gab es bei unserem FördeForum im Landeshaus Kiel eine spannende Diskussion über die Zukunft unseres Energiesystems und die Reform der Strom-Netzentgelte. Im Mittelpunkt stand der AgNes-Prozess der Bundesnetzagentur. Diese Reform soll für eine angemessene und gerechte Verteilung der Netzkosten auf alle Nutzer sorgen – ein Thema von besonderer Bedeutung für uns in Schleswig-Holstein als großer Erzeugungsstandort für erneuerbare Energien.
Mit dabei waren Klaus Müller (Foto links), Präsident der Bundesnetzagentur, Mark Helfrich MdB (rechts daneben), Beiratsvorsitzender der Bundesnetzagentur, Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens, Steffen Bandelow, Geschäftsführer der Schleswig-Holstein Netz GmbH, sowie Ove Petersen, CEO von GP JOULE und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein.
Nach dem Impulsvortrag von Klaus Müller folgte eine angeregte Diskussion über die künftigen Rahmenbedingungen unseres Energiesystems. Dabei ging es auch um aktuelle Fragen der Bundespolitik – insbesondere um den Redispatch-Vorbehalt und das Netzpaket.
Klar ist für uns in SH:
Die Energiewende braucht zwingend verlässliche Rahmenbedingungen und eine hohe Investitionssicherheit. Die derzeit vorgesehenen Eingriffe durch den Redispatch-Vorbehalt, die Begrenzung der Wirkleistungseinspeisung und die bürokratische Neuaufstellung des Referenzertragsmodells gefährden den Ausbau der erneuerbaren Energien – das darf nicht sein!
Deshalb haben wir in SH mit einem Landtagsantrag reagiert und den Bund aufgefordert, hier entsprechende Änderungen vorzunehmen.
Unser klares Ziel ist es, auch die zweite Hälfte der Energiewende erfolgreich zu gestalten, die Sektoren Wärme, Verkehr und Industrie zukunftsorientiert zu verknüpfen sowie SH zum klimaneutralen Energieland zu machen.
Vielen Dank an alle Beteiligten für den offenen und konstruktiven Austausch!